Dapur – Indonesian plantbased restaurant in Zurich

(ein Klick auf das Bild führt Dich zu deren Webseite / a click on the picture brings you to their webpage)

Zugegeben, ich war etwas skeptisch, als uns gestern Vanja zum Abendessen in dieses Restaurant eingeladen hat… völlig unbegründet!

Admittedly, I was a bit skeptical when Vanja invited us to this restaurant for dinner yesterday… completely unfounded!


Ich habe ehrlich gesagt gewisse Mühe mit den asiatischen Restaurants hier in Zürich. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass man in der Schweizer Gastronomie grundsätzlich nicht schlecht isst und dass die Qualität überall gut ist. Nichtsdestotrotz bin ich von der asiatischen Küche hier meistens enttäuscht. Die Preise sind zwar in der Regel günstig, die Portionen meistens jedoch zu gross und der Genuss lässt zu wünschen übrig. Zudem suche ich mir Restaurants nichts zwingend mit den Schlüsselworten „Vegetarisch“ oder „Vegan“ aus.

Nun gab es für mich zwei Vorgehensweisen für diesen Besuch heute: Entweder „was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht“ oder zuerst mal einen interessierten Blick auf deren Webseite werfen, um zu sehen, was mich denn ansprechen könnte auf der Speisekarte. Schon der Online-Besuch bei Dapur ist ein positives Erlebnis. Man erfährt hier bereits viel über Indonesien, die Indonesier/-innen sowie über deren Küche und über die Gastgeberinnen des heutigen Abends, Rahel und Diane. Die Seite ist äusserst ansprechend, die Fotos überragend. Manch renommiertes Restaurant kann sich hier mal eine Scheibe abschneiden.

Vera, Gin und ich machen uns also auf den Weg und spazieren gemütlich runter nach Oerlikon zum besagten Treffpunkt, wo wir nach rund 15 Minuten auch ankommen. Das Dapur ist grundsätzlich gut zu erreichen, befindet es sich doch in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Oerlikon. Das grosse Fenster öffnet einem den Blick in das Restaurant, wir können Laura und Vanja nicht sehen und gehen zur Tür, um einzutreten. Vor der Eingangstüre befindet sich ein Tisch, darauf eine Vase, in welcher ein indonesischer Regenschirm steckt (oder ist es ein Sonnenschirm?). Erst später fällt mir dann auf, dass auf diesem Tisch ein Aschenbecher für die Raucher fehlt. Das Restaurant erinnert mich an die unzähligen kleinen, schicken Gaststätten in London mit den grossen, einladenden Schaufenstern.

Wir treten ein, vor uns die Bar mit dem Durchgang zur Küche, links davon die Gaststätte, welche jetzt, um 18 Uhr bereits recht gut besucht ist. Dahinter sieht man eine Fensterfront, welche den Blick auf die Terrasse öffnet. Leider ist es heute nicht mehr so warm und vor allem ist es regnerisch, daher wird draussen nicht serviert. Der Empfang ist freundlich und wir werden an unseren Tisch vor dem grossen Schaufenster neben dem Eingang geführt. Die Gaststätte ist hell erleuchtet, die Tische dezent in bräunlichen Tönen gedeckt, auf der Seiten ist die Wand mit einem grossen Steinrelief geschmückt. Wenige grüne Pflanzen lockern das ganze auf und einige wenige indonesische Skulpturen lassen einem vergessen, dass man mitten in Zürich sitzt. Man fühlt sich hier wohl. Obschon die meisten Tische bereits mit Gästen besetzt sind, ist es nicht laut und man kann sich gut unterhalten. Gin ist ebenfalls hier willkommen und platziert sich unter dem Tisch. Nun sind auch Laura und Vanja angekommen und wir können den kulinarischen Trip nach Indonesien beginnen.

Die Karte ist klein und übersichtlich. Die meisten Gerichte haben ihren indonesischen Namen, werden aber darunter gut beschrieben… man weiss, was auf einem zukommt. Alles beginnt mit einer Karaffe Mineralwasser – dieses ist perfekt gekühlt und erfrischend! Wir studieren die Vorspeisen. Vera wählt die Suppe – was denn sonst 😉 Wir anderen drei entscheiden uns für die angebotenen drei Vorspeisen, welche wir untereinander teilen wollen. Bezüglich der Hauptspeisen gehen wir genau gleich vor – vier verschiedene Gerichte und gebratenen Reis wollen wir untereinander teilen. Während Vanja und ich für die Vorspeisen ein indonesisches Bier, das Bintang, bestellen, bleiben Vera und Laura beim Wasser. Jetzt bin ich mal gespannt auf die Künste der Küche.

Wir erhalten unsere Biere und ich bin vom Geschmack begeistert… wirklich erfrischend. Schon bald darauf werden die Vorspeisen serviert. Während Vera genüsslich ihre Suppe löffelt, bedienen wir anderen uns von den kleinen Plättchen mit den Vorspeisen. Da wäre zum einen Bala-Bala, ein deliziöses frittiertes Gemüsebällchen und zum anderen Lumpia, eine indonesische Frühlingsrolle, welche mit Bambussprossen und Gemüse gefüllt ist. Beides wird mit einer wirklich ausgezeichneten, hausgemachten Chili Sauce serviert. Zudem gibt es noch einen erfrischenden Gemüsesalat mit Karotten, Bambussprossen, Ananas und Nüssen. Alles schmeckt ausgezeichnet.

Während Laura und Vera je ein Glas eines fruchtigen Weissweins wählen, bestelle ich ein Glas Rioja. Nach einer gewissen Wartezeit, welche ich damit begründe, dass alle Gerichte frisch und sorgfältig zubereitet werden, kommen dann die Platten mit den Hauptspeisen. Jede einzelne Platte ist wunderschön angerichtet und erhöht die Vorfreude auf den kulinarischen Genuss. Gleich zu Beginn wäre da mein absoluter Favorit vorzustellen: Seitan Sindanglaya. Seitan ist nichts anderes als Weizeneiweiss und wird als Fleischersatz in der veganen Küche verwendet. Hört sich nicht wirklich sexy an, aber was die Köchin daraus macht, ist wirklich umwerfend. Das Seitan ist knusprig und die leichte Erdnusssauce einfach nur deliziös. Das Rendang Nangka ist die sogenannte Jackfruit (ein Maulbeergewächs), welche mit 21 verschiedenen Zutaten geschmort wird – sehr lecker. Weiter hatten wir noch eine Platte mit V’Ayam Rica-Rica, auf Deutsch Sojageschnetzeltes mit Chili und Kaffirlimonenblättern sowie Planted.Chicken Kecap, was ein pflanzenbasiertes Fleisch aus Erbsenproteinen, Erbsenfasern und Rapsöl darstellt und in einer Soja-Zitronen-Knoblauch Sauce genüsslich zubereitet wurde. Zu all diesen wunderbaren Gerichten haben wir erst einmal zwei Portionen Nasi Goreng, also gebrannten Reis, bestellt und dann nochmal zwei Portionen nachbestellt. Alles zusammen war nicht nur sehr gut, sondern von der Menge her auch ideal für uns vier.

Zum Abschluss haben wir zwei süsse Nachspeisen zum Teilen bestellt. Einerseits ein etwas klebriges Reisgericht in einer Mangosauce und andererseits Bola Pisang, ein frittierter Bananenkuchen mit Schokoladensauce. Beides für mich etwas zu süss, aber wunderschön präsentiert. Vanja hat sich dann noch den Signature-Cocktail mit Mango, Gin und Vodka bestellt. Nachdem mein letztes Glas Rioja und eine weitere Karaffe Wasser den Weg nicht mehr zu unserem Tisch gefunden haben, wurde die Rechnung bestellt und ein wunderbarer Abend im Dapur abgeschlossen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein Besuch im Dapur ein kulinarisches Erlebnis ist. Wenn vegane Küche so zelebriert wird wie hier, möchte ich gerne mehr davon haben. Das Versprechen auf der Webseite, dass hier mit frischen Zutaten und vielen Gewürzen gearbeitet wird, ist keine leere Floskel. Die Gastgeberinnen in Dapur beherrschen ihr Metier und in der Küche wird mit viel Liebe an aussergewöhnlichen Geschmackserlebnissen gebastelt. Ich kann Euch dieses kleine Restaurant von ganzem Herzen empfehlen und werde bestimmt wieder einmal hier mit Vera einkehren.

Danke Vanja, für die Einladung und dafür, dass ich etwas Neues lernen durfte… meine anfänglichen Bedenken waren völlig unbegründet.

Danke dem ganzen Dapur-Team, ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg!

To be honest, I do have certain difficulties about the Asian restaurants here in Zurich. I would like to emphasize at this point that in Swiss gastronomy you basically don’t eat badly and that the quality is good everywhere. Nevertheless, I’m often disappointed by the Asian cuisine here. While the prices are usually reasonable, the portions are often too large, and the enjoyment leaves something to be desired. Additionally, I don’t necessarily choose restaurants based on the keywords „vegetarian“ or „vegan.“

Now, there were two approaches for me regarding this visit today: Either „what the farmer doesn’t know, he won’t eat“ or to first take an interested look at their website to see what might appeal to me on the menu. Even the online visit to Dapur is a positive experience. You learn a lot about Indonesia, the Indonesians, as well as their cuisine and the hosts of the evening, Rahel and Diane. The website is incredibly appealing, and the photos are outstanding. Many renowned restaurants could take a page out of their book here.

So, Vera, Gin, and I set off, strolling leisurely down to Oerlikon for the designated meeting point, where we arrive after about 15 minutes. Dapur is easily reachable, as it’s located close to Oerlikon train station. The large window offers a view into the restaurant; we can’t spot Laura and Vanja and proceed to the door to enter. Before the entrance, there’s a table with a vase holding an Indonesian umbrella (or is it a parasol?). It’s only later that I realize there’s no ashtray for smokers on this table. The restaurant reminds me of the countless small, stylish eateries in London with their large, inviting storefronts.

We step inside, the bar in front of us with the passage to the kitchen, and to the left, the eatery, which is already quite busy at 6 PM. Behind it, there’s a window front that opens up the view to the terrace. Unfortunately, it’s not as warm today, and it’s rainy, so they aren’t serving outside. The welcome is friendly, and we’re led to our table in front of the large window next to the entrance. The eatery is brightly lit, the tables subtly set in shades of brown, and the wall on the sides is adorned with large stone relief. A few green plants add a touch of liveliness, and a handful of Indonesian sculptures make you forget you’re in the heart of Zurich. I feel comfortable here. Despite most tables being occupied by guests, it’s not noisy, and conversations flow easily. Gin is also welcomed and settles under the table. Now, Laura and Vanja have also arrived, and we can begin our culinary journey to Indonesia.

The menu is small and straightforward. Most dishes have their Indonesian names but are well described underneath… you know what to expect. Everything starts with a carafe of mineral water – it’s perfectly chilled and refreshing! We peruse the appetizers. Vera chooses the soup – what else 😉 The three of us opt for the three offered appetizers that we plan to share among ourselves. As for the main courses, we proceed in the same way – we want to share four different dishes and fried rice among us. While Vanja and I order an Indonesian beer, Bintang, for the appetizers, Vera and Laura stick with water. Now, I’m curious about the kitchen’s skills.

We receive our beers, and I’m delighted by the taste… truly refreshing. Soon after, the appetizers are served. While Vera enjoys her soup with relish, the rest of us help ourselves to the small platters of appetizers. First, there’s Bala-Bala, a delicious fried vegetable ball, and then Lumpia, an Indonesian spring roll filled with bamboo shoots and vegetables. Both are served with a truly excellent homemade chili sauce. Additionally, there’s a refreshing vegetable salad with carrots, bamboo shoots, pineapple, and nuts. Everything tastes excellent.

While Laura and Vera each choose a glass of fruity white wine, I order a glass of Rioja. After a certain wait, which I explain by the fact that all dishes are freshly and carefully prepared, the platters with the main courses finally arrive. Each individual platter is beautifully presented and heightens the anticipation for the culinary delight. Right from the start, I’d like to introduce my absolute favorite: Seitan Sindanglaya. Seitan is nothing but wheat protein and is used as a meat substitute in vegan cuisine. It might not sound particularly sexy, but what the chef creates from it is truly impressive. The seitan is crispy, and the light peanut sauce is simply delicious. The Rendang Nangka is jackfruit, which is stewed with 21 different ingredients – very tasty. Furthermore, we had a platter of V’Ayam Rica-Rica, which is shredded soy with chili and kaffir lime leaves, and Planted.Chicken Kecap, a plant-based meat made from pea protein, pea fiber, and canola oil, delightfully prepared in a soy-lemon-garlic sauce. For all these wonderful dishes, we initially ordered two portions of Nasi Goreng, which is fried rice, and then ordered two more portions. Altogether, everything was not only very good but also an ideal amount for the four of us.

To wrap up, we ordered two sweet desserts to share. On one hand, a somewhat sticky rice dish in a mango sauce, and on the other, Bola Pisang, a fried banana cake with chocolate sauce. Both were a bit too sweet for my taste, but beautifully presented. Vanja also ordered the Signature Cocktail with mango, gin, and vodka. After my last glass of Rioja and another carafe of water failed to find their way to our table, we requested the bill, bringing a wonderful evening at Dapur to a close.

In summary, a visit to Dapur is a culinary experience. When vegan cuisine is celebrated like it is here, I’d definitely like to have more of it. The promise on the website that they work with fresh ingredients and a variety of spices isn’t just an empty phrase. The hosts at Dapur know their job, and in the kitchen, they meticulously craft exceptional taste experiences with a lot of love. I wholeheartedly recommend this small restaurant to you and will certainly visit here again with Vera sometime.

Thank you, Vanja, for the invitation and for letting me learn something new… my initial concerns were completely unfounded.

Thanks to the entire Dapur team, I wish you continued success!

Eine Antwort auf „Dapur – Indonesian plantbased restaurant in Zurich“

  1. am 29.08. haben wir diese nette E-Mail von Diane und Rahel erhalten:

    Lieber Patrick

    Vielen herzlichen Dank für den netten Besuch und das super tolle Artikel! Es freut uns total dass es Euch bei uns gefallen hat, und dazu noch für uns wirbt.

    Danke auch für die Aschenbecher Errinerung, und sorry wegen dem Glas Wein und Wasser, ich habe es tatsächlich voll vergessen, und erst nachdem Ihr gegangen seid und ich die korrigierte Rechnungen gesehen hat mich plötzlich errinert! 🙈
    Übrigens: das ist ein balinesischer Schirm das am Eingang ist 🙂

    Es ist schön und tut gut solche Feedbacks zu lesen, das schätzen wir sehr, danke nochmals.

    Alles gute und schönen Tag.

    Freundliche Grüsse
    Diane & Rachel

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